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PILGERREISE FÜR DEN WELTFRIEDEN INS HEILIGE LAND

(Ein Bericht von Walter Waldhäusl)


Mehrere Tausend Menschen aus über 40 Ländern haben im September 2004 in Israel an einer Pilgerreise der besonderen Art teilgenommen. Unter dem Motto “Heart to Heart for Peace„ haben Juden, Christen und Moslems gemeinsam Zeichen der Versöhnung gesetzt.

Bethlehem - so nah und doch so fern
Die Teilnehmer dieser Pilgerreise haben die zentralen Stätten des Judentums, Christentums und des Islams besucht. Mit der Trennung zwischen Israelis und Palästinensern wurden wir erstmals durch einen Checkpoint auf dem Weg nach Bethlehem konfrontiert, das unter palästinensischer Verwaltung steht. Die Überprüfung unserer Identität durch israelische Soldaten und der Austausch des israelischen Reiseführers durch einen palästinensischen lässt die tiefe Kluft zwischen den beiden Brüdervölkern erahnen.

“Peace, Shalom, Salam Aleikum„
stimmten Juden, Christen und Moslems, die an einem interreligiösen Friedensmarsch teilnahmen, immer wieder an. Unsere gemeinsame Kundgebung für den Frieden führte durch die Jerusalemer Altstadt zur (jüdischen) Klagemauer wo Repräsentanten der drei monotheistischen Religionen die gemeinsame Abstammung von ihrem Vorvater Abraham beschworen. Von dort ging es weiter zur Al-Aksa-Moschee, wo wir für den Frieden beteten. Das Betreten des Tempelberges, auf dem der Felsendom und die Al-Aksa-Moschee steht, ist Nicht-Moslems in der Regel verboten, für diesen Friedensmarsch wurde aber eine Ausnahme gemacht.

Sperrwall in Abu Dis
Die Pilger fanden sich in diesem palästinensischen Vorort von Jerusalem zu einem Friedensgebet ein. In Abu Dis trennt eine mehrere Meter hohe Betonmauer die palästinensischen von den israelischen Wohngebieten.

Versöhnungszeremonie in Yad Vashem
Weiters fand in der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem eine Versöhnungszeremonie statt, wo insbesondere der Judenverfolgung gedacht wurde. Die Teilnehmer gingen von Mensch zu Mensch – von “Heart to Heart„ – aufeinander zu und plötzlich wurden unsere Herkunft, Religion, Kultur oder Rasse unbedeutend.

Friedenskonferenz
Wichtige Repräsentanten der 3 monotheistischen Religionen und Verantwortungsträger aus Politik, Wissenschaft, Kultur und Wirtschaft arbeiteten in Vorträgen und Arbeitsgruppen an Konzepten und Lösungen für ein konstruktives Miteinander und einen dauerhaften Frieden zwischen den Palästinensern und Israelis.

Gedenkstunde 9/11
Am 11. September nahmen die Pilger an einer Gedenkveranstaltung im Independence Park, der gegenüber dem US-Konsulat in Jersualem liegt, anläßlich des Jahrestages der Anschläge auf das World Trade Center teil.

Brücke des Friedens
Später trafen sich die Teilnehmer unterschiedlicher religiöser Herkunft auf einer symbolischen Friedensbrücke in Jerusalem. Dadurch wurde ein Zeichen der Versöhnung zwischen den Menschen aus verschiedenen Religionen und Nationalitäten gesetzt. Das Motto dieser Pilgerreise – “Heart to Heart for Peace„ - wurde dadurch vertieft und manifestiert. Beziehungen wurden geknüpft und ein reger Austausch initiiert.

Der Interreligiöse und Internationale Friedensrat (IIPC) veranstaltete diese internationale Friedensinitiative. IIPC organisiert seit über einem Jahr Pilgerreisen ins Heilige Land, um die interreligiöse Versöhnung sowie die konkrete Zusammenarbeit unter den Religionen im Heiligen Land zu fördern. Menschen aus allen Ländern der Welt wurden dazu aufgerufen, als Botschafter des Friedens und im Geist der Versöhnung nach Israel zu kommen.

Die Pilger trafen auf ihrer Reise mit Vertretern der drei großen monotheistischen Religionen, mit Bürgermeistern, israelischen Parlamentariern, Imams, Rabbinern und christlichen Geistlichen zusammen.


Geschichte der Middle East Peace Initiative

Die Geschichte der historisch einmaligen Pilgerreisen für Frieden im Nahen Osten begann mit 120 christlichen Geistlichen aus den USA, die vom 15. – 19. Mai 2003 heilige Stätten in Rom und Israel besuchten. Zuvor hatten sie als Zeichen ihrer Bereitwilligkeit zur historischen Versöhnung in einem feierlichen Akt in ihren Kirchen das Kreuz abgenommen und mit einer Krone für Jesus Christus ersetzt. Das Kreuz, so die Begründung, sei im Laufe der Geschichte für viele Völker zum Zeichen der Unterdrückung und des Machtanspruchs des Christentums geworden. Am 19. Mai 2003 trafen sich die Geistlichen mit Rabbinern und Imams zu einer Versöhnungskonferenz in Jerusalem.

Mehr als 10.000 Menschen, Vertreter verschiedener Religionen und ethnischer Gruppen aus Israel, Palästina, USA, Europa und Asien riefen am 22. Dezember 2003 in Jersualem nach Frieden. Am Vormittag marschierten die Teilnehmer vom Berg Zion zum Felsendom, wo die erste Kundgebung stattfand. “Peace, Shalom, Salam Aleikum„ wurde immer wieder angestimmt. Juden, Christen und Muslime beschworen die gemeinsame Abstammung von ihrem Vorvater Abraham. Dann ging es zur Klagemauer, wo Vertreter der verschiedensten Religionen wieder zum Frieden aufriefen. Der ORF brachte in der Sendung “Orientierung„ am 4. Jänner 2004 einen Bericht von Dr. Leo Gabriel über dieses Ereignis.

Diese Friedensaktivitäten im Nahen Osten sind Teil einer neuen Initiative, die bei den religiösen Wurzeln ansetzt. Die Entscheidung für Krieg oder Frieden, für Hass oder Liebe, liegt im Herzen der Menschen. Politische und diplomatische Bemühungen allein können keinen dauerhaften Frieden bewirken. Der Friedensprozess muss daher von Führern aller Religionen unterstützt werden, die die Gemeinsamkeiten ihres Glaubens betonen und Versöhnung bringen. Wir brauchen eine „Friedens-UNO” der Religionen.

An den Reaktionen und bewegenden Erfahrungen seitens der Teilnehmer wurde das Potenzial der Friedensbildung und die Machbarkeit von Problemlösungen sichtbar. So wird jeder, der bemüht ist Grenzen und Barrieren zu überwinden, zu einem Botschafter des Friedens.

Zu den Medienberichten von: Jerusalem Post, OÖ Nachrichten


Für weitere Informationen kontaktieren Sie bitte:

  • Tirol: Walter Waldhäusl
    E-Mail: tirol@familienfoederation.at
  • Österreich: Seidengasse 28, A 1070 Wien
    Tel: +43-650-2588846
    E-Mail: info@weltfriede.at
    www.weltfriede.at
  • Europa: Alt Sossenheim 63-65 D-65936 Frankfurt a.M.
    Tel: +49-69-1700890
    Fax: +49-69-17008912
    email: euhq@iifwp-europe.org
    www.iifwp-europe.org

 
     
 
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